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Er war 12 Jahre mein treuer Begleiter und wir hatten auf unseren endlosen Spaziergängen eine Menge Spaß. Er buddelte für sein Leben gern und half dadurch bei der Vertikutierung mancher Felder mit. Die Rede ist von Whisky, meinem Scottish Terrier-Rüden.
Hier ein paar Infos zur Geschichte des "Scoties":
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Sein Ursprung liegt leider im Dunkeln, aber es wird erzählt, dass der Scottish Terrier schon vor der Ankunft der Römer im schottischen Hochland herumgetobt ist. Sicher ist, dass zu dieser Zeit ein Hund dort lebte, der ihm sehr ähnlich sah, jedoch größer war. Doch ohne Zweifel gehört er zu den ältesten schottischen Terrierrassen. Seit Anfang an wurde diese Rasse zur Jagd auf Dachse, Otter oder Hasen und vor allem auf Füchse abgerichtet. Sein dichtes, wetterfestes Fell, seine Robustheit und sein Mut beim Angriff machten ihn zu einem beliebten Jagdgefährten. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhundert heißt dieser Hund Scottish Terrier. Bis dahin wurde er als Aberdeen Terrier bezeichnet. Im Jahr 1868 wurde er erstmals auf einer Ausstellung in Craven in der Grafschaft York vorgestellt. Die Gründung des ersten Scotch-Clubs folgte im Jahr 1882. Es dauerte nicht lange und der Scottish Terrier wurde zum beliebtesten Terrier Englands. Der Scottish Terrier, auch "Scotie" oder "Scotch" genannt, gehört zu jenen Hunden, die eine gehörige Portion Schneid haben. |
Whisky`s Wesen zu beschreiben ist schnell getan. Er war furchtlos, mit anderen Rüden intolerant, liebte nur dominante Hundedamen und lebte seine introvertierte Seite täglich aus. Er war nie ein Schmuser und doch spürte ich jeden Tag, wie sehr er mich auf seine Art liebte. Auch hierzu gibt es eine wunderschöne Zusammenfassung, die den Nagel auf den Kopf trifft:
| Da der Scottish Terrier eigensinnig, ja dickköpfig ist, ist er kein Muster an Gehorsam. Zum Glück gelingt es ihm, mit seiner Intelligenz und seiner unbedingten Gutartigkeit diese kleinen Marotten wettzumachen. Wenn er jemanden ins Herz geschlossen hat, geizt er nicht mit Liebesbeweisen, doch seine Gunst ist meist einem kleinen Kreis vorbehalten. Denn dieser kleine, robuste Kerl hat eine starke Persönlichkeit: Er unterscheidet genau, wen er mag und wen nicht und reagiert auch entsprechend. Das sollte man wissen, denn wenn er einen anderen Hund nicht mag, geht er einfach auf ihn los - selbst wenn dieser einen ganzen Kopf größer ist als er selbst. |
Im November 2003 erkrankte er. Seine Leber und seine Nieren wiesen sehr schlechte Werte auf und medikamentös konnte man ihm nicht mehr helfen. Ärztlicherseits ließ ich abklären, dass er schmerzfrei war und ich entschied mich, ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Ich möchte hier nicht näher auf den Verlauf dieser Krankheit eingehen, denn ich möchte nicht Traurigkeit vermitteln, sondern jedem die Kraft und den Mut geben, sich für die Sterbebegleitung bei seinem Tier zu entscheiden, wenn es die Krankheit des Tieres zulässt.
Das Untersuchungsergebnis hatte mich sehr geschockt und ich habe gehofft und mir sehnlichst gewünscht, Whisky "rappelt" sich wieder. Heute weiß ich, dass er gar nicht vor hatte, gleich zu sterben. Er spürte, dass ich noch nicht bereit war, ihn innerlich loszulassen, und so ließ er mir 4 Wochen Zeit, mich mehr oder weniger von ihm zu "verabschieden".
Es war eine schmerzhafte
Erfahrung, doch möchte ich sie in meinem Leben nicht missen.
Am 12. Dezember 2003 zeigte mir mein Hund, wie sehr er mich all die Jahre
geliebt hat, denn er tat etwas, was ich mir immer gewünscht hatte. Er kam auf
meinen Schoß, ließ sich kraulen und sah mir dabei minutenlang in die Augen. In
diesem Moment spürte ich eine absolut innere Ruhe und ich wusste, es war Zeit
sich zu verabschieden. Wir waren beide soweit.
Whisky starb spät in
dieser Nacht und es war in diesem Fall eine gute Entscheidung, den Weg der
Sterbebegleitung zu gehen. Er ist physisch von mir gegangen, doch seine Seele
ist geblieben.
Ich danke ihm für die schöne gemeinsame Zeit, die Erfahrungen, die ich durch ihn
machen durfte und dass er mir durch seinen Tod dazu verhalf, meinen geliebten
Rocky zu finden.

Whisky *20. Mai 1991 † 12. Dezember 2003
Pastell, 30 x 40 cm, gemalt nach Originalvorlage von
Melanie Gillhausen
Wer Informationen über Sterbebegleitung bei Tieren benötigt, ist auf der Internetseite der Mobilen Tierheilpraxis Braunschweig bestens aufgehoben.